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Man kann das Altern mögen oder ablehnen. Man
kann diesen Übergang geniessen oder vermiesen.
Sich davor fürchten oder ihn begrüssen. Man
kann das Altern als Chance oder Plage nehmen. Es ausblenden
oder fokussieren. Je nach dem, welche Bilder wir in
unserem Kopf übers Alter machen. Ob wir es beispielsweise
verbinden mit kann nicht mehr, mag nicht mehr, komme
nicht mehr mit, bin ab der Rolle. Oder ob es uns gelingt,
positive Aspekte mit dem Alter zu verbinden.
Das ist nicht nur für das einzelne Individuum,
sondern für die Gesellschaft von ausserordentlicher
Bedeutung. Weil diese Bilder übers Alter - positiv
oder negativ - entsprechende Massnahmen und Entwicklungen
prägen. Wie immer auch: Eines ist sicher, im Altern
liegt mehr drin, als in jungen Jahren angenommen wird.
Gut, sich auch immer wieder zu erinnern,
dass Altern mit unserer Geburt anfängt. Dass wir
also nicht einfach eines Tages plötzlich alt sind.
Gut aber auch, dass wir das Altern im Auge behalten
und zeitig Vorkehren treffen. Nicht vergessen, dass
sich das eine oder andere bewegen lässt. So, dass
das eigene Leben zu einer Hinterlassenschaft - zu einer
Legacy - wird. Und wir Spuren hinterlassen. Dass wir
früh genug neue, bereichernde Möglichkeiten
für uns entdecken. Wege von "Aging to Saging"
(vom Altern zum Weisewerden) finden. Rundwerden und
Reifen. Ganzheit erlangen. Und uns auch genügend
Zeit geben, uns fürs Abschiednehmen
vorzubereiten.
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