<< zurück


IDEE
Institut für Life/work Designing

Von Peter Kessler

Grundannahme:

Eine funktionierende Gesellschaft ist abhängig von Menschen, welche Ihre Talente kennen, sie ständig bis zum Tod weiterentwickeln und zum Wohl aller auch optimal einsetzen. Das bedeutet, dass sie sich dort "verwirklichen" können, "..... wo Ihre tiefste Befriedigung in der Tätigkeit sich mit der Welt grösstem Hunger treffen" (nach Frederick Buechner´s Wishful Thinking -- A Theological ABC, zit. in R. Bolles What Color Is Your Parachute?).

Die Hochschule, welche sich mit Human Resources beschäftigt, sollte dies nicht nur aus der Sicht der Unternehmung, sondern auch aus der Perspektive des einzelnen tun. Damit wird eine echte Stakeholder- Haltung demonstriert, welche zum Allgemeinwohl beiträgt.


Idee:

Die Universität beschäftigt sich durch Forschung, Entwicklung und Lehre mit den spezifischen Fragestellungen des einzelnen Menschen bezüglich seiner individuellen und sozialen Funktion als Tätiger und damit als selbstverantwortlicher Gesellschafts-Teilnehmer.





Fragestellungen (Auswahl):

- Funktionen des Einzelnen in der Gesellschaft, insbesondere als Teil der
Volkswirtschaft.
- Der Mensch als Tätiger: seine Ziele, Aufgaben, Bedürfnisse etc.
- Arbeit: was ist das, wo, wie, wozu, etc. etc. (z.B. Hans Ruh)
- Der Arbeitsmarkt aus der Sicht des einzelnen (z.B. gibt es einen solchen? Wie funktioniert er, wohin entwickelt er sich (Das Ende der Arbeit [Jeremy Rifkin])? Wie geht der einzelne am optimalsten damit um?
- Lauf- und Lebens-Planung/Gestaltung des Einzelnen (LifeDesigning).


Zielsetzung:

Die Human Resources und ihr aus der Sicht und dem Interesse der einzelnen Person gehandhabtes "Management" zielen mit diesem Ansatz primär auf eine Arbeits/Tätigkeits-Zufriedenheit und damit Lebens-Zufriedenheit hin. Nicht die optimale und (häufig) einseitige Sicht der Unternehmensleistung ist im Visier sondern die humane und damit ganzheitliche Erfüllung des Menschseins sind im Fokus. Eine solche Sicht trägt dazu bei, dass der Einzelne seiner Berufung gemäss seinen Part im Weltorchester spielen kann. Die Universität erfüllt damit die ihr zugedachte Rolle der umfassenden Alma Mater.


Begründung:

So wie sich die medizinische Wissenschaft nicht sehr stark mit dem subjektiven Erleben des Patienten im Krankheits/Heilvorgang befasst, so scheint mir die Betriebswirtschaft auch zu wenig um die Interessensseite des Wirtschaftsubjektes (im for-profit, not-for-profit und im Dritten Sektor; ja auch im nicht-tätigseienden Bereich) bemüht zu sein. Als Beispiel aus meinem Erfahrungsbereich Life/work Designing erhellt, dass von der Hochschule wenig an Zielen, Instrumenten und Strategien für die an der Gesellschaft teilnehmenden Anspruchsgruppen wie Arbeitssuchende, Ältere, Teilzeit-Tätige, Pensionierte bereitgestellt wird. Ganz abgesehen von einer Unterstützung der Mitvernetzten in der sich so gewaltig verändernden Arbeitswelt. (PKay)

 

P.S. Bis heute hat sich meines Wissens noch keine Schweizerische Universität oder Hochschule systematisch an diese Arbeit gemacht.

* * *


  LifeDesigning    Peter Kessler, lic.oec.HSG    CH-8645 Jona-Kempraten