Ein
Wort zu Glück und Zufall bei der Stellensuche (nach
R.N. Bolles) Auf dem Markt gibt es Angebote, die einen kürzeren
Weg zur Stellensuche vorschlagen. Mit einem gewissen Optimismus was das wirtschaftliche
Umfeld betrifft, könnte die neue Stelle ja auch mit einigen Telefonaten und
Bewerbungen gefunden werden. Wir gratulieren allen, denen dies gelingt! Wem das
Glück nicht so ohne weiteres winkt oder der Zufall hilft, der möge bedenken:
- Glück begünstigt den Vorbereiteten.
Der Grund ist nicht
so schwer zu verstehen. Wer sich intensiv mit seinen Fähigkeiten, Wünschen
und Zielen auseinandergesetzt hat und dadurch ein ziemlich genaues, realistisches
Bild von seiner zukünftigen Aufgabe bekommen hat, wird diese bei ihrem Auftauchen
auch eher erkennen. - Glück begünstigt denjenigen, der
daran arbeitet.
Je mehr Stunden Sie darauf verwenden, Ihre neue sinnvolle
Aufgabe zu finden, desto mehr Stunden sind Sie aufnahmefähig für entsprechende
Zufälle. - Glück begünstigt diejenigen, die ihre
"Perlen" auch zeigen.
Je mehr Menschen genau wissen, was Sie suchen,
umso mehr Menschen können Ihnen entsprechende Hinweise weitergeben. Das bedingt
aber, dass Sie selbst eine sehr klare Vorstellung haben. Glück begünstigt
keine verschwommenen Bilder. - Glück begünstigt, wer
in Alternativen denkt.
Das Leben hält immer mehrere Möglichkeiten
bereit. Auswählen kann, wer seine Prioritäten kennt, diese aber auch
einmal umstellen kann. - Glück begünstigt, wer seiner
inneren Stimme folgt.
Wenn Sie sich etwas so sehr wünschen, dass Ihr
Herz schon beim Gedanken daran höher schlägt, sind Sie immer im Vorteil
gegenüber denjenigen, die sich einfach mal so bewerben. - Glück
begünstigt diejenigen, welche trotz eigener Sorgen die Andern noch wahrnimmt.
Wer in seiner Suche andere überrennt, weil er nur sein eigenes Ziel im Auge
hat, ist meist weniger glücklich. Das Finden der eigenen Aufgabe verlangt
immer mal wieder einen Gefallen von andern. Rücksicht und Dankbarkeit helfen
dem Zufall.
In diesem Sinn wünschen wir allen, die auf der Suche nach ihrer
Aufgabe sind, viel Glück! Erwerbslosigkeit kann verbittern. Der erzwungene
Lernprozess kann aber auch eine Chance sein; ein spannender Weg zu sich selbst
und ein neues Entdecken der Welt. Ich danke meinem Berufskollegen
Peter Baumgartner, Verfasser des
Buches "Lebensunternehmer"
für den obigen Artikel. |