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Konsum

  Wäre ich heute noch stud.oec.HSG würde ich gerne einmal einen Wirtschafts-Profax hören, welcher etwas zu sagen hat, wie diese scheinbar widerstreitenden Ziele - nennen wir sie a) Leben in vernünftigem materiell/geistigem Wohlstand und b) Arbeit für alle - unter einen Hut gebracht werden sollen. Wobei eine solche Sicht weit über unseren Gartenhag hinaus reichen müsste.

Jedenfalls kann ich mich mit unserer heute grassierenden Konsum-Mentalität, welche ausschliesslich im Haben-Modus läuft und eine ScheinHeilWelt nährt, nicht anfreunden. Obwohl natürlich das feine Essen mit dem guten Glase Wein.... Also: wo ist mein Mass?
 

Zum Thema Konsum fehlen mir die Gedanken, ausser die eher abschätzigen, noch nicht gereiften.

Manchmal gehe ich durch die Welt und predige mir und den Zuhörwilligen: Do not buy! Und vergesse dabei wohl auch etwas den Grundsatz, dass ich zuerst gut schauen muss, bevor ich den andern .... Ja, aber da kommt doch wieder die ewige Frage der Balance ins Spiel. Und heutzutage das Argument, dass doch der Konsum die Konjunktur bestimme. Und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen.


   
Mass halten

     

Zu meiner obigen Frage scheint das Zauberwort "Mass halten" auf. Hätte ich es doch nur bei zwei Gläsern belassen gestern, dann hätte ich heute keinen Hang-over.

Wäre ich nur nicht so schnell gefahren, dann hätte ich die CHF 200.- für etwas Gescheiteres ausgeben können.

Zuviel des Guten dreht das Gute ins Gegenteil. Sei es beim Essen, beim Kaufen, beim Fasten, beim Spiel, beim Arbeiten, beim..., bei allem. Zuviel der Fürsorge für andere lässt mich ausbrennen. Auch da stimmt's. Es gibt wohl nur eine Ausnahme: die Liebe. Davon kann ich weder zuviel geben noch zuviel erhalten.

 


Kokopelli geniesst !

Nicht nur mir schmerzen bei Übersättigung Bauch und Kopf, nein auch denjenigen, welche ohne zuviel aber zuviel ohne leben müssen. Vielleicht hilft diese Überlegung etwas mehr Mass zu halten.
 
 

* * *

 
 
 

  LifeDesigning    Peter Kessler, lic.oec.HSG    CH-8645 Jona-Kempraten