Umgang mit Ärger1. Sprich es aus, wenn es sich für
Dich um etwas Wichtiges handelt. Wir missachten uns selbst, wenn wir keine
Position einnehmen zu etwas, das uns wichtig ist. 2. Schiess nicht drein,
wenn das Eisen noch heiss ist. Temporären Abstand gewinnen ist nicht
das gleiche wie emotionales Abschalten. 3. Nimm Dir Zeit, um über
das Problem nachzudenken und um Deine Position zu klären.
Bevor Du sprichst, frage Dich: "Was macht mich ärgerlich? Und um was
geht es wirklich?" 4. Wende keine Unter-der-Gürtellinie-Taktiken
an. Diese schliessen mit ein: Schuldzuweisungen, interpretieren, Label
geben, analysieren, moralisieren, befehlen, warnen, ausfragen, lächerlich
machen und belehren. 5. Sprich in der "Ich"- Form.
Gewöhne Dich daran zu sagen "Ich denke ... Ich fühle ...Ich habe
Angst ...Ich will ... Sage etwas über Dich selbst, ohne die andere Person
zu kritisieren oder zu beschuldigen. 6. Mache keine vagen Ansprüche.
Sag der andern Person genau was Du willst. Sogar diejenigen, die Dich gern haben,
können Deine Gedanken nicht lesen. 7. Versuche den Umstand zu schätzen,
dass die Leute verschieden sind. Unterschiedliche Ansichten und Arten
zu reagieren besagen nicht unbedingt, dass eine Person "Recht hat" und
die andere "Unrecht". 8. Versuche nicht einer andern Person
zu sagen was sie denkt oder spürt, noch ihr zu sagen, was sie denken oder
spüren sollte. Wenn sich eine andere Person ob einer Änderung,
welche Du machst, ärgert, dann kritisiere nicht ihre Gefühle und sag
ihr nicht, dass sie kein Recht habe ärgerlich zu sein. . 9. Realisiere,
dass jede Person für ihre eigenes Verhalten verantwortlich ist. Beschuldige
nicht die neue Frau Deines Vaters, weil sie ihn davon abhält, Dir nahe zu
sein. Deines Vaters Verhalten ist in seiner eigenen Verantwortung. 10. Beteilige Dich nicht an intellektuellen Argumenten, welche zu
nichts führen. Bring keine grossen Lektionen, um andern die Richtigkeit
Deiner Position zu beweisen. Sei einverstanden, dass man sich nicht einig ist. 11.
Versuche zu vermeiden, durch andere zu sprechen. Wenn Du ärgerlich
über Deines Bruders Verhalten bist, sage nicht "Ich denke, meine Tochter
war böse, wie Du nicht zu ihrer Aufführung kamst". Sage lieber:
"Du bist mir wichtig und ich möchte, dass Du zur Aufführung kommst". 12.
Erwarte nicht, dass Veränderungen sich mit einem Schlag ergeben.
Sei nicht enttäuscht, wenn Du noch manchmal stolperst und Fehler machst beim
Umsetzen der Theorie in die Praxis. Du wirst noch manche Gelegenheit zum Üben
haben. Versuche es immer wieder.
Quelle: Harriet Lerner´s "Dos and Don'ts" im Sounds
True Catalog. übersetzt by PKay |