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Lebenskunst

  Staunen, ja dieses Ur-Erleben kann ich hier im Jonerwald oder dort in Kalifornien bei den palos altos, den Riesenbäumen, wieder neu erlernen. Und dankbar anerkennen, dass es eine grosse Kraft gut mit uns meint. Mit all dieser Vielfalt, Kunst-Vielfalt, welche uns auf Schritt und Tritt überraschen kann, wenn wir uns überraschen lassen. Ob im Wald, im Kunstmuseum, im Gewühle der Grossstadt und vor allem im täglichen Leben.

U
nd so frage ich mich, ob ich mich und andere denn mit meiner Art, das Leben zu gestalten überraschen kann. So, dass ich selbst - wie auch andere - staunend dankbar anerkennen kann, dass ein Kunstwerk am Entstehen ist.

Oder eben ein geschenktes Kunstwerk Leben seine Weiterentwicklung erfährt. Kann dies Lebenskunst bedeuten, wenn aus dem feinen Material, welches mir mit auf den Weg gegeben ward, ein Werk wächst, welches zum grossen Kunstwerk unseres Planeten beiträgt?


 
Was Leben ist und auch sein könnte, davon hat der Autor mit 70 Jahren Lebenserfahrung langsam eine Ahnung. Und stösst bei seinen Recherchen über dieses Leben immer wieder auf den Begriff Lebenskunst; erschrickt als LifeDesigner, Lebensgestalter doch etwas ob des nicht sehr griffigen Ausdruckes Kunst.

Zugegeben, Kunstmuseen sind nicht gerade das, wohin es mich als erstes hinzieht. Mein Liebling ist der Wald. Und wie ich von den Bäumen mit fallenden Blättern umgeben bin, merke ich immer wieder, dass hier eine Künstlerin am Werk war. Auch gegen den Winter zu kann ich staunen ob all den Entdeckungen, welche zu machen sind. Welche Bäume stehen noch nach dem Sturm? Wieviele Jahrringe kann ich beim Umgesagten Riesen zählen? Welches Tier hat hier seine Marke gesetzt? Düfte auch in der kalten Zeit! Herrlich.
   
     


 



 
Schönes Leben

 
Glücklichsein durch das Leiden

 
Wilhelm Schmid's sehr lebenshilfreiches Buch kommt wohl gerade zur richtigen Zeit, wo inmitten so vieler traumatischer Ereignisse und Wandlungen in aller Welt "die Existenz in Frage steht" (Schmid). Das Weltbeben, dessen wir alle Zeugen und auch Betroffene sind, nährt den Hunger nach Ausrichtung, nach Rahmenbedingungen, welche uns helfen, unseren ganz persönlichen Fokus vermehrt zu finden.

Dazu kommt wohl auch die Sättigung mit dem Allzuviel in fast Allem, ausser dem Belonging. Wir wollen doch wieder dazugehören können.

Ein Müsterchen von Schmid's Buch hat Edmond Tondeur zusammengestellt:


 

Dieser Titel provoziert. Normalerweise assoziieren wir Glücklichsein mit Sonnenschein. Unsere Wünsche zu Geburt, zur Hochzeit und andern Schlüsselereignissen beinhalten dieses Glücklichsein. Lebenskunst zielt doch auf Glücklichsein ab, nicht wahr!

Nur: niemandem, auch gar niemandem ist Leiden erspart. Und dann glücklich sein? Ein Wissenschafter schlägt vor, die Sache mal aus einer andern Perspektive anzugehen. Seinen ausgezeichneten Artikel (E) las ich in einem meiner glücklichen Momente. Nachzufragen wäre dann noch, wie man seine Vorschläge ins Leben integriert.
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If you don't know where you'r going,
you'll probably end up somewhere else.

David Campbell

 


 
Weisheit
 
Lebensqualität

 
Weisheit und Reife sind Verwandte, welche wir gerne dem Alter zuschreiben. Und da das Alter nicht einen besonders guten Ruf geniesst (weil assoziiert mit vielen Gebrechen) kommen Weisheit und Reife auch auf ein Nebengeleise. Ja, wenn ich einmal alt bin, dann .... Was dann? Warum nicht schon das, was Br. David als "Common Sense" nennt, in jungen Jahren entdecken. Common = allgemein. Allgemeine Wahrheiten wie Friede, Freude, Mitgefühl, Anerkennung geben als Weisheit erkennen? Gehört doch wohl auch zur Lebenskunst, wie das Leben mit dem Leiden. In guter Balance.


 

Andreas Giger ist erneut am Buchschreiben. Und hat sich das Gefäss Lebensqualität als Inhalt vorgenommen. Ganz spannend, was der Zukunftsphilosoph im Appenzellerland vorhat. Dranbleiben lohnt sich für den, welcher an diesem Thema interessiert ist. Wer ist es nicht?
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  LifeDesigning    Peter Kessler, lic.oec.HSG    CH-8645 Jona-Kempraten