Obwohl der Titel wahrscheinlich eher positive Haltungen und
Auswirkungen auf unser Leben signalisiert, beginne ich hier meine
Überlegungen mit den schrecklichen Ereignissen von 9/11 und
aus dem unmittelbaren Heute, nämlich Madrid. Welch fürchterliche
Spirale der Gewalt im so viel versprechenden neuen Millennium. Wobei
noch ungezählte weitere Beispiele von Attentaten, Morden und
Verletzungen zubuche stehen, welche wir uns mit gesundem Menschenverstand
gar nicht ausdenken können. Angesichts dieser Bilder von Verwüstung
und Tod, welche uns ja nicht nur auf der Weltebene, sondern auch
in unserer täglichen Umgebung Begleiter sind, fallen Gedanken
zu Dankbarkeit, Reife und LifeDesigning geradezu blasphemisch auf.
Sogar ärgerlich, möglicherweise. Wofür denn noch
dankbar sein? Was soll Lebensgestaltung damit zu tun haben? Sogar
Reifen?
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Br. David Steindl-Rast, Mönch, Psychologe, Wissenschafter
und Brückenbauer zwischen Ost und West hat seine Gedanken und
Sichten eines langen Lebens zur Website www.gratefulness.org
reifen lassen. Beim Start der Site www.reife.ch
von Zukunftsphilosoph Andreas Giger (unter Mithilfe einer kleinen
Gruppe am Reifen Interessierter) kam
Br. Davids Kommentar aus USA: "Glückwünsche zu diesem
längst nötigen Projekt! Bitte haltet mich auf dem Laufenden".
Meine eigene Homepage www.LifeDesigning.ch (im Status nascendi)
will Anregung und Unterstützung geben, das Leben selbstmächtig
Richtung "Schönes Leben" (Schmid) zu gestalten.
Auffällig ist, dass wir alle drei in dieselbe Richtung zielen,
uns wohl in den Details in vielem unterscheiden, zugleich auch unterstützen,
vervollständigen und auch gelegentlich hinterfragen. Und wo
stehen wir Drei, wenn wir als Lackmustest das Umgehen mit oben erwähnten
- heute alles individuelle und gemeinschaftliche Leben durchdringenden
- Horror- und Bedrohungssituationen als Aufgabe von Dankbarkeit,
Reife und LifeDesigning
gestellt erhalten?
Getrenntsein, weitere Individualisierung, nur materielles Wachstum
und Konkurrenz bis aufs Blut können angesichts der überwältigenden
Bedrohungen auf physischer, psychischer und spiritueller Ebene -
der Bombenterror nur als Beispiel - nicht die richtigen Schritte
zur Heilung unseres Planeten sein. Kooperation im individuellen
und gesellschaftlichen Reifen aus einer grundsätzlichen Haltung
von Dankbarkeit
hingegen sind Wege in dieser grossen Herausforderung. Und beginnen
mit vielen kleinen Schritten. Diese werden unterstützt durch
LifeDesigning, dem Einsetzen unserer besten Gaben (Fähigkeiten,
Potentiale) auf unserer Lebensreise. Zum Wohle des Ganzen und in
Hinsicht auf unsere eigene Lebensqualität.
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Und wie soll eine Zusammenarbeit aussehen, eine Kooperation, welche
sich fruchtbar wie umweltverträglicher Dünger für
ein Leben zum Miteinander auswirken kann? Ich denke, dass es mit
einem sich gegenseitig Kennen und Schätzen lernen beginnt.
Nicht nur im Austausch von Ideen, Informationen, persönlichen
Begegnungen, sondern im stillen Betrachten von dem Andern, dem Schätzen
seiner Meriten, dem Anerkennen von Differenzen und andern Sichtweisen.
So etwa, wie die westliche Welt daran ist, aus der östlichen
Philosophie (Yoga, Buddhismus u.a.) zu lernen. Und aus dieser Haltung
des Lernens, des Staunens, der Dankbarkeit, des Reifens, des Gestaltens
und Handelns kann Neues wachsen, welches der Angst, der Unruhe,
Kälte und Abneigung das entgegenstellt, was Br. David mit "Common
Sense" umschreibt. Gesunder Menschenverstand.
Mit diesen Gedanken wollte ich einfach aus meinem Herzen das zu
Papier bringen, was - nach dem vertieften Kennen lernen von allen
drei Cyber-Kindern - eine möglicherweise reifende Vision von
Verbundenheit der Intentionen werden könnte. Es hat viel Platz
auf einem solchen Schiff: Sie sind willkommen beim gemeinsamen Weiterdenken.
(PKay, 3/2004)
Diesen Aufsatz finden Sie auch auf www.reife.ch
Frühling 2004
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