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Verlorensein | |
Viele Jahrzehnte sind seither vergangen. Die Freundesgruppe lebt immer noch,
und zwar sehr gut. Wir können auch über das Damals miteinander reden.
Haben uns entschuldigt, mehr oder weniger. Zum Glück war der damals an
den Rand Gedrängte "bei sich Zuhause", genug, um die Anfechtungen
seiner Freunde auszuhalten. In einem kürzlichen Zusammensein hat
er mir das untenstehende Gedicht zur Erinnerung gegeben. So verloren waren wir
damals, wir die Ausschliessenden mit dem, was wir in ihm auslösten. Gott
sei Dank, dass wir Gelegenheit hatten, die Angelegenheit aufzuarbeiten. | |
| Wir waren eine tolle, eingeschworene Freundesgruppe.
Wir kannten uns schon lange als Pfadis, welche zusammen schon fast die halbe Welt
erobert hatten. Dann passierte es aufgrund einer schleichenden Auseinandersetzung
hinsichtlich einer uns damals lebenswichtig erscheinenden Grundsatzfrage. Wir
begannen einen aus der Freundesgruppe zu schneiden. Zu schikanieren, zu mobben.
Ohne zu merken, wie weh wir ihm taten. Und vielleicht noch ohne zu merken, wie
schädlich wir uns selbst gegenüber waren. | | |
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Integration und Ausschluss | |
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| Seltsam,
im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht
den anderen, Jeder ist allein. Voll
von Freunden War mir die Welt, Als noch mein Leben Licht war; Nun,
da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich,
keiner ist weise, Der nicht das Dunkle kennt, Das unentrinnbar und leise,
Von allen ihn trennt. Seltsam,
im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamkeit. Kein Mensch kennt den anderen,
Jeder ist allein. Herrmann
Hesse  |
| | | Dass es sich bei unserem
Thema Verlorensein um ein Anliegen nicht nur im Einzelfall sondern auch und besonders
auf der Ebene des sozialen Ganzen handelt, zeigt sich am NFP
51. Der Startschuss erfolgt im September 2003 und wir verfolgen die Entwicklung
mit grossem Interesse. Sie auch? 
Gibt es keinen Morgen?
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